Was ist eine Risikolebensversicherung?

Was ist eine Risikolebensversicherung?

parachuteEine Risikolebensversicherung ist ein Versicherungsprodukt das von sehr vielen unterschiedlichen Assekurranzen angeboten wird. Die Versicherung versichert das Ableben der versicherten Person, also den Tod, während der Versicherungslaufzeit. Die Versicherungslaufzeit kann dabei von der Beitragszahlungsdauer abweichen.

Ein Gesundheitscheck ist unabdingbar

Die Risikolebensversicherung wird in der Regel von den Versicherungsgesellschaften nur bei positiver Gesundheitsprüfung abgeschlossen. In der Gesundheitsprüfung werden spezifische Fragen zum Gesundheitsverlauf und zu möglichen Gefahren gestellt. In einigen Fällen wird hierzu auch ein Arzt hinzugezogen. Die vereinbarte Versicherungslaufzeit beträgt einige Jahre. In der Praxis bis zu 20 oder auch 30 Jahre. Unterschieden wird hier in Risikolebensversicherungen mit gleichbleibender Versicherungssumme und in Versicherungen mit fallender Versicherungssumme.

Zweite Versicherung bietet dabei eine, über die Laufzeit linear fallende, Absicherung an. Dadurch wird ein deutlich günstiger Beitrag fällig. Allerdings wird dadurch auch nicht für die gesamte Laufzeit der gleiche Versicherungsschutz gewährt. Weiterhin können Policen auf verbundene Leben abgeschlossen werden. Bei dieser Form der Risikolebensversicherung erfolgt die Versicherung auf zwei versicherte Personen. Die Auszahlung der Versicherungsleistung wird allerdings nur einmal ausgezahlt, nämlich auf den Tod der zuerst sterbenden Person.

Ältere Menschen Eine weitere Besonderheit ist die Risikolebensversicherung mit Umtauschrecht. Hier besteht die Möglichkeit, die Versicherung während der Laufzeit jederzeit in eine kapitalbildende Lebensversicherung umzutauschen. Dies macht zwar bei einer niedrigen Zinsphase keinen Sinn, allerdings wird eine Risiko Lebensversicherung bekanntlich auf eine lange Laufzeit abgeschlossen, daher kann das Recht in einer zukünftigen Entwicklung deutlich Sinn machen.

Ein Umtausch in eine Rentenversicherung ist nicht möglich. Allerdings handelt es sich hier auch um eine andere Leistungsstufe. Bei einer Rentenversicherung wird später nicht in einem Einmalbetrag geleistet, es kommt zu einer monatlichen Rentenzahlung. Dies entspricht aber nicht dem Leistungsanspruch einer Risikolebensversicherung.

Eine weitere gerne genommene Zusatzversicherung ist die Berufsunfähigkeit. Hierbei kann zum einen eine Beitragsfreistellung, zum anderen aber auch eine Berufsunfähigkeitsrente vereinbart werden. Zum Leistungsfall ist also nicht der Tod der versicherte Person maßgeblich, bei dieser Zusatzversicherung ist der Leistungsfall bereits bei Berufsunfähigkeit ein.

Das passiert beim Freitod

Der Leistungsfall der Hauptversicherung einer Risikolebensversicherung tritt ein bei Tod der versicherten Person. Hierbei hat sich die jeweilige Gesellschaft für die Leistung verschiedene Vertragsbedingungen zurecht gelegt. In der Mehrzahl der Fälle erfolgt die Leistung nur bei natürlichem Tod. Ein Freitod ist damit meistens ausgeschlossen. Allerdings gibt es die Möglichkeit einer Unfallzusatzversicherung. Diese leistet dann bei Unfalltod in der Regel die doppelte Summe.

Je nach Versicherungssumme und Gesellschaft wird dann von der Versicherung zur Feststellung des Leistungsfalles eine Schweigepflichtsentbindung gefordert. Diese kann direkt im Antrag oder auch im Leistungsfall vereinbart werden. Die Assekurranz wird sodann eine Prüfung vornehmen und die Leistung entscheiden. Insofern positiv entschieden wird, erhält die bezugsberechtigte Person den Leistungsbetrag ausgezahlt.

Eine Risiko Lebensversicherung ist zur Absicherung des Todesfallrisikos einer Person sehr gut geeignet. Mit einer entsprechenden Versicherungssumme wird der Leistungsbetrag bemessen. Bei Eintritt des Todes wird dann die Versicherungssumme ausgezahlt.